Obst-Wissen: Erdbeeranbau

von Carmen Menn

Grafik Erdbeere
Grafik: Carmen Menn, Bonn

Viele Erdbeeren wachsen heute in Folientunneln, denn der Trend geht zum geschützen Anbau der empfindlichen Früchte. In Folientunneln können die Erdbeeren früher geerntet werden, als im Freiland. Zudem ist der Anbau unabhängiger von extremen Witterungsbedingungen wie Frost, Trockenheit oder Hagelschauern. Es gibt verschiedene Anbausysteme in Folientunneln. Die Erdbeeren wachsen in Dämmen oder in 1,40 m hohen Stellagen, die mit Substrat gefüllt sind. Vorteil der Stellagen: Die Erdbeeren können aus dem Stand geerntet werden, wesentlich rückenschonender als in gebückter Haltung auf dem Boden.

Allerdings werden Folientunnel meist beheizt, sodass hier ein hoher Energiebedarf notwendig ist. Das ist im Vergleich zum Freilandanbau aufgrund der dabei entstehenden CO2-Emissionen eher nachteilig zu bewerten.

Die Investition in Folientunnel scheint sich zu lohnen. Vor allem in Nordrhein-Westfalen - hier gibt es bundesweit die meisten Anbauflächen unter begehbarer Schutzabdeckung (rund 279 Hektar).

Wer auf einen nachhaltigen Konsum setzt, sollte Erdbeeren nur während der Saison kaufen und darauf achten, dass die Beeren aus Freilandanbau in der nähren Umgebung stammen. Noch nachhaltiger sind Bio-Erdbeeren. Beim ökologischen Anbau wird der Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln stark eingeschränkt und der Einsatz von Mineraldüngern ist verboten.

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